Gemeinsam gegen Gewalt
DFB und Gewerkschaft der Polizei beschließen Partnerschaft
Frankfurt a. M./Berlin. Gemeinsam gegen Gewalt, gemeinsam für ein friedliches
Miteinander. Das ist das Ergebnis eines Gespräches zwischen dem Deutschen
Fußball-Bund (DFB), der Deutschen Fußball Liga (DFL) und der Gewerkschaft der
Polizei (GdP) in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main. In Zukunft wollen alle Seiten
zur Eindämmung von gewalttätigen Übergriffen im Umfeld des Fußballs effektiver
zusammenarbeiten und partnerschaftlich vorgehen. Neben der Intensivierung bereits
vorhandener Präventivmaßnahmen und der konsequenten Nutzung der
Sportgerichtsbarkeit wird es auf Anregung von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger
und Generalsekretär Wolfgang Niersbach dazu in enger Zusammenarbeit mit der
DFL, die durch ihren Geschäftsführer Spielbetrieb Holger Hieronymus vertreten war,
sowie der GdP einen gemeinsamen Kongress geben, der von einer
Medienkampagne begleitet werden soll. Ziel ist es, den Fußball und die Polizei für
alle sichtbar als Partner im Kampf gegen Gewalt darzustellen.
„Wir können nicht alle Probleme in unserer Gesellschaft lösen. Aber wir stellen uns
unserer gesellschaftlichen Verantwortung und wollen im Rahmen eines solchen
Kongresses Inhalte erarbeiten, Denkanstösse geben und konkrete Projekte auf den
Weg bringen“, sagte Zwanziger, der die Veranstaltung für die erste Jahreshälfte 2010
plant. Dabei soll das Thema Gewalt und Fußball sachlich aufgearbeitet, richtig
eingeordnet und ein künftiges Handlungsmuster entworfen werden. Ein Vorgehen,
das ganz im Sinne der GdP ist. „Durch diesen Dialog sind wir einen guten Schritt
weiter. Wir gehen damit einen sachlichen, nicht einen populistischen Weg. Der
Fußball und wir wollen doch dasselbe: Möglichst wenig Einsätze für unsere
Polizeibeamten“, sagte Konrad Freiberg, der Vorsitzende der GdP.