{"id":799,"date":"2014-03-07T00:02:27","date_gmt":"2014-03-06T23:02:27","guid":{"rendered":"http:\/\/kg-frankfurt.gdpbundespolizei.de\/?p=799"},"modified":"2014-03-07T00:02:27","modified_gmt":"2014-03-06T23:02:27","slug":"personalentwicklungskonzept-fuer-die-bundespolizei-dem-ersten-schritt-muss-jetzt-der-zweite-folgen-herr-minister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kg-frankfurt.gdpbundespolizeikoblenz.de\/?p=799","title":{"rendered":"Personalentwicklungskonzept f\u00fcr die Bundespolizei: Dem ersten Schritt muss jetzt der zweite folgen, Herr Minister!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.gdpbundespolizei.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Unbenannt-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.gdpbundespolizei.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Unbenannt-12.jpg\" alt=\"Unbenannt 12\" width=\"176\" height=\"235\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Berlin<\/strong>. Die Abl\u00f6sung der bisherigen Verwendungsrichtlinien f\u00fcr den mittleren, gehobenen und h\u00f6heren Polizeivollzugsdienst durch ein f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigungs- und Laufbahngruppen (Vollzug, Verwaltung, Tarif) g\u00fcltiges Personalentwicklungskonzept (PEK) war l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Der Bundespolizei-Hauptpersonalrat beim Bundesministerium des Innern hat mit seiner heutigen Zustimmung seinen Beitrag f\u00fcr eine bessere Personalentwicklung in der Bundespolizei geleistet. Nun kommt es darauf an, wie dieses Konzept in der Alltagspraxis umgesetzt wird.<\/p>\n<p>\u201eDas Konzept ist ein wichtiger erster Schritt. Die GdP hat ihre Forderungen zur Weiterentwicklung der Personalstruktur gegen\u00fcber den Innen- und Haushaltspolitikern in dem Forderungskatalog \u201eAttraktivit\u00e4t f\u00fcr alle\u2018 klar formuliert. Nun gilt es, die notwendigen laufbahnrechtlichen, tariflichen und finanziellen Rahmenbedingungen in einem zweiten Schritt politisch durchzusetzen. Das kann kein Personalentwicklungskonzept leisten, das muss der Minister in der Bundesregierung durchsetzen\u201c, stellt J\u00f6rg Radek klar. \u201eDas Personalentwicklungskonzept als Zusammenfassung von gegenw\u00e4rtig m\u00f6glichen Instrumenten und Schritten der Personalplanung und Entwicklung will und kann daher kein Ersatz f\u00fcr notwendige politische Zukunftsentscheidungen und Weichenstellungen sein. Es ist aber ein guter Ansatz, in der t\u00e4glichen Personalverwaltung unter Mitbestimmung der Personalr\u00e4te vor Ort zu besserer Qualifizierung, besserer und verl\u00e4sslicher pers\u00f6nlicher Planung und verbesserter Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kommen.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Seit dem September 2012 diskutierten die Personalr\u00e4te in Arbeitsgruppen des Ministeriums mit verschiedenen Vertretern aus der Verwaltung, der Gleichstellungsbeauftragten und der Schwerbehindertenvertretung und setzten eine Vielzahl Ver\u00e4nderungen und Erg\u00e4nzungen gegen den urspr\u00fcnglichen Entwurf durch. \u201eEs ist gut, dass die Personalr\u00e4te sich verantwortungsbewusst f\u00fcr die Kolleginnen und Kollegen zeigten und sich nicht in eine Selbstblockade man\u00f6vriert oder in Verweigerungshaltung verfallen sind\u201c, so Radek. \u201eWer vorw\u00e4rts kommen will, muss irgendwann auch mal loslaufen und nicht nur Forderungen an den Mann mit der Startpistole stellen.\u201c<\/p>\n<p>Das Konzept kann und darf freilich kein Ersatz f\u00fcr mitbestimmungspflichtige Tatbest\u00e4nde sein. Wer solche Erwartungen hegte oder gar \u00f6ffentlich forderte, missversteht den Regelungsrahmen solcher Konzepte und untergr\u00e4bt die Rechte der Personalvertretungen in der Bundespolizei. So gilt es, die Fragen der personellen Auswahl f\u00fcr die Einstellung oder die Abversetzung aus Schwerpunktdienststellen in einer gesetzlich vorgesehenen und durch Dienstvereinbarung mitbestimmten Richtlinie (\u00a7 76 Abs. 2 Nr. 8 BPersVG) einklagbar zu vereinbaren und sich nicht in einem Verwaltungskonzept vorschreiben zu lassen. Gleiches gilt f\u00fcr die personelle Auswahl f\u00fcr Fortbildungsma\u00dfnahmen wie qualifizierte Aufstiegslehrg\u00e4nge oder die Mitbestimmungsfragen der Eingruppierung.<\/p>\n<p>Der Bundespolizeihauptpersonalrat hat gleichwohl die an Bundesinnenminister de Maizi\u00e8re bereits \u00fcbermittelte Kritik an der zentralen Einstellung der Beamten im Vorbereitungsdienst aufrecht erhalten.<\/p>\n<p>Mit dem Konzept sollen zentrale Ziele nach mehr Fairness beim Berufseinstieg, mehr M\u00f6glichkeiten im Berufsverlauf, mehr Menschlichkeit erreicht werden. Die gezielte Werbung und Einstellung f\u00fcr regionale Schwerpunktbereiche unter Nutzung von Personalgewinnungszuschl\u00e4gen (und damit eine Verringerung von Abordnungen), die Entwicklung und F\u00f6rderung eigener Mitarbeiter zu Fachkr\u00e4ften und die Ber\u00fccksichtigung von Verwendungswunsch, Wohnsitz und famili\u00e4rer Bindung bei der Entscheidung \u00fcber die Einstellung in das Probebeamtenverh\u00e4ltnis bei Erstverwendung, aber auch die erweiterten M\u00f6glichkeiten der Erstanstellung f\u00fcr tarifliche Ausbildungsabsolventen au\u00dferhalb des \u00a7 16 TVA\u00f6D sind wichtige Punkte in dem Konzept. Die F\u00f6rderung des Aufstieges auch von Verwaltungsbeamten durch Vorbereitungslehrg\u00e4nge f\u00fcr das Auswahlverfahren, die vorrangige Besetzung besser bewerteter Tarifstellen mit eigenen Mitarbeitern und nicht mit externen Bewerbern und die dienstliche Unterst\u00fctzung der tariflichen Aufstiegsqualifizierung sowie die langfristige Nachfolgeplanung f\u00fcr frei werdende Dienstposten sind nur einige der beinhalteten Regelungen. Breiten Raum nimmt die Bindung der Personalverwaltung f\u00fcr eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. F\u00fcr den Tarifbereich ist zudem festgehalten, dass die Personalgewinnung vorrangig aus dem Bereich der eigenen Auszubildenden und Besch\u00e4ftigten durch F\u00f6rderinstrumente f\u00fcr die berufliche Entwicklung zu bewirken ist. Die Verpflichtung, vorhandene und realisierbare H\u00f6hergruppierungsm\u00f6glichkeiten auch auszusch\u00f6pfen und nicht f\u00fcr alle denkbaren Eventualit\u00e4ten ungenutzt zu lassen, aber auch die Umsetzungsverpflichtung zur Arbeitnehmerqualifizierung im Sinne des \u00a7 5 TV\u00f6D geh\u00f6ren zum Paket. Zudem sind erstmals konkrete Instrumente der Personalentwicklung wie Potenzialanalyse, Mentoring und Hospitationen beschrieben. Auch wurde zum Beispiel erstmals der Anspruch auf eine Einarbeitung bei \u00dcbernahme einer neuen Funktion und ein Wiedereinstiegsprogramms bei l\u00e4ngerer Abwesenheit beschrieben.<\/p>\n<p>\u201eDas PEK ist kein Allheilmittel und keine Wunschfibel, aber eine gute Grundlage, sich in den Dienststellen und Beh\u00f6rden auf eine mehr auf die Menschen reflektierte und an ihren Bed\u00fcrfnissen, W\u00fcnschen und Erwartungen orientierte Personalverwaltung zu verst\u00e4ndigen\u201c, so J\u00f6rg Radek. \u201eWer mehr M\u00f6glichkeiten der Personalentwicklung m\u00f6chte, muss jetzt mehr daf\u00fcr tun und das Konzept vor Ort umsetzen. Die GdP wird derweil weiter an den politisch zu entscheidenden und deutlich zu verbessernden Rahmenbedingungen arbeiten. Das PEK kann nur das umsetzen, was zuvor durch bessere Planstellen f\u00fcr Beamte und Stellen f\u00fcr Tarifbesch\u00e4ftigte, Haushaltsmittel f\u00fcr Qualifizierung und Fachkr\u00e4ftegewinnung und bessere laufbahnrechtliche Zugangsm\u00f6glichkeiten zum Aufstieg durchgesetzt wurde, nicht umgekehrt. Nur wer meinte, dass der Schwanz mit dem Hund wedeln sollte, konnte sich deshalb dem ausgehandelten Konzept verweigern.\u201c<\/p>\n<p>Die GdP sieht die politischen Entscheidungstr\u00e4ger, an der Spitze den Bundesinnenminister, in der Verantwortung, nun auch den zweiten Schritt zu tun und den mit dem PEK selbst gesetzten Anspruch durch zukunftsweisende Entscheidungen f\u00fcr ein drittes Attraktivit\u00e4tsprogramm f\u00fcr alle, bessere laufbahnrechtliche M\u00f6glichkeiten familienfreundlicher Aufstiegsmodelle f\u00fcr eine Regelaufstiegspolizei und eine verbesserte Stellenstruktur wettbewerbsf\u00e4hig und zukunftssicher zu machen.<\/p>\n<p>Aus dem Archiv:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.gdpbundespolizei.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/130701_Brosch_AIII_Internet.pdf\" target=\"_blank\">\u201cAttraktivit\u00e4t f\u00fcr Alle\u201d<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gdpbundespolizei.de\/2014\/01\/endlich-bewegt-sich-was-personalentwicklung-fuer-tarifbeschaeftigte\/\" target=\"_blank\">Endlich bewegt sich was: Personalentwicklung f\u00fcr Tarifbesch\u00e4ftigte<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gdpbundespolizei.de\/2013\/04\/mehr-als-schlagworte-antworten-wollen-die-menschen\/\" target=\"_blank\">Mehr als Schlagworte: Antworten wollen die Menschen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Berlin. 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